Museen in Paris und Umgebung
Louvre Museum
Das Musée du Louvre ist das meistbesuchte Museum der Welt. Viele Millionen Menschen aus aller Welt reisen jährlich in die französische Hauptstadt, um einige der berühmtesten und wertvollsten Gemälde zu bestaunen. Der frühere französische Königspalast liegt im Zentrum der Weltmetropole und Kulturstadt Paris. Sein berühmter Innenhof mit der gläsernen Pyramide bildet den Beginn der historischen Achse, die bis zur Grande Arche in La Défense reicht.
Bereits 1200 wurde das Louvre in den Geschichtsbüchern erwähnt. Der Bau des heutigen Komplexes jedoch begann Anfang des 16. Jahrhunderts. Die Arbeiten an dem Bauwerk dauerten mehrere hundert Jahre, so führte unter anderem Napoleon I. die Bauarbeiten fort. Unter ihm wurde das Louvre als erstes offizielles Museum Frankreichs wieder hergestellt. Etwa einhundertfünfzig Jahre später war es der französische Präsident Francois Mitterand, der die Renovierung und Modernisierung des Pariser Gebäudes zwischen der Seine und der Rue de Rivoli veranlasste. Die Glaspyramide des Architekten I. M. Pei wurde errichtet und ein neues Zeitalter des bekanntesten Museums der Welt eingeläutet.
Heute besitzt des Louvre Museum über 300.000 Exponate, von denen seine Besucher etwa 35.000 bewundern können. Ausgehend von der Pyramide, kann man die Räumlichkeiten unterirdisch betreten. Das Museum, das mit über 60.000 Quadratmetern die drittgrößte Ausstellungsfläche der Welt besitzt, beherbergt unzählige Schätze der Malerei. So sind beispielsweise die Gemälde ,Venus‘ von Milo, ,Das Floß von Medusa‘ von Théodore Géricault, ,Die Hochzeit zu Kana‘ von Paolo Veronese sowie das weltberühmte Ölgemälde ,Mona Lisa‘ des italienischen Universalgenies Leonardo da Vinci, das von einem kugelsicheren Kasten umgeben ist, ausgestellt. Zu den weiteren Attraktionen gehören ,Die Sklaven‘ von Michelangelo, das ,Selbstbildnis mit Distel‘ des bedeutenden deutschen Künstlers Albrecht Dürer, ,Amor und Psyche‘ von Antonio Canova und eine bemalte Statue aus Ägypten aus dem Jahre 2650 vor Christus (,Der sitzende Schreiber).
Den größten Teil der atemberaubenden Sammlung hat das Louvre Museum dem Herzog Jean Duc de Berry (1340-1415) zu verdanken. Bestaunt werden kann diese jeden Montag sowie Mittwoch bis Sonntag von 9-18 Uhr, Dienstag ist Ruhetag in dem Museum der wunderschönen französischen Hauptstadt Paris. Hier gibt es neben dem Louvre auch weitere historische und prachtvolle Bauwerke rund um die Seine zu sehen.
Schloss Versailles
Zwischen 1631 und 1634 errichtete der französische Architekt Philibert Le Roy auf Geheiß seines Königs Louis XIII. einen Jagdsitz im Süden von Paris. Dieses Gebäude mit roten Ziegeln und grauem Stein ist der Mittelpunkt des heutigen Schlosses von Versailles.
Seit dem Jahre 1663 wurde das Schloss unter der Riege von Architekt Louis Le Vau auf Anordnung des Sonnenkönigs Louis XIV. in mehreren Schritten erweitert. Ab 1668 begann man mit dem Bau des Cour Royale. Um diese Baumaßnahmen umsetzen zu können, war die Kraft von ca. 36.000 Männern erforderlich, was die Kosten ins Überirdische trieb.
Louis XIV. verlagerte seinen Königssitz im Jahre 1678 von der Hauptstadt Paris nach Versailles, das durch Repräsentationsräume, eine Orangerie, einen neuen Garten und eine neue Hoffassade sowie den Nord- als auch den Südflügel erweitert wurde. Die Kapelle stellte man 1715 fertig.
Nach dem Tode von Louis XIV. 1720 übernahm der minderjährige Louis XV. dessen Königswürde. Er ließ in den Jahren 1769 und 1770 eine Oper auf dem Schlossgelände erbauen. Im Zuge der französischen Revolution wurde das Mobiliar des Schlosses verkauft und seine Kunstwerke im Louvre öffentlich ausgestellt.
Des Weiteren hatte die Revolution eine Verlagerung des Königssitz nach Paris zur Folge. Napoleon und Louis XVIII. bewahrten das Schloss vor seiner Zerstörung und letzterer wandelte das Schloss 1837 in ein Museum um, für das die Innendekoration des Erdgeschosses entfernt werden musste.
Nachdem die deutschen Staaten als Sieger aus dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870 und 1871 hervorgegangen waren, ist im Spiegelsaal des Schlosses das Deutsche Reich proklamiert worden. Das Schloss Versailles unterteilt sich in drei Höfe. Der äußerste ist der Cour des Ministres, der zweite, der Cour Royale, grenzt an das ursprüngliche Schlossgelände und der dritte und kleinste ist der Cour de Marbre, der einst mit Marmorsteinen angelegt worden war.
In das Schloss Versailles gelangt man über das Vestibül Gabriel, eine Vorhalle im rechten Schlossflügel. Darauf folgen unmittelbar viele Salons, die je einem Gott gewidmet sind. Über den Salon de la Guerre gelangt man in den Spiegelsaal, der 73 m in der Länge, 10,50 m in der Breite und 12,30 m in der Höhe misst. An den Spiegelsaal schließen sich Schlafgemächer, Garderoben, Arbeitszimmer und eine Bibliothek an.